Mein Abschied aus Limburg

Nach 9 Jahren in Limburg, werde ich in 3 Wochen Limburg für immer Richtung Bayern verlassen. Bayern habe ich vor 25 Jahren verlassen, direkt nach dem Abi. Ich musste weg, was Neues entdecken. Es war mir alles zu eng. Ich wollte etwas erleben, wollte Deutschland kennenlernen. Also was tun? Damals gab es ein Bahnticket, mitdem man 1 Monat für 300 DM durch Deutschland fahren konnte, so oft und viel wie man wollte, mit jeder Bahn. Da konnte ich mir Übernachtungen sparen, indem ich mir einen Nachtzug suchte, der z.B. von Flensburg nach Basel fuhr. In den alten Wagons konnte man die Sitze noch so zusammenschieben, dass man sich gut darauf ausbreiten konnte.

So fuhr ich 2 Monate mit dem Tramper Monatsticket durch Deutschland, von oben nach unten, von Süd nach Ost und umgekehrt. Ziel war es auch einen Zivildienstplatz zu suchen. Also klapperte ich alles möglichen Zivildienststellen in Deutschland ab. Dabei kam ich durch Umwege nach Bad Ems in die Jugendherberge, dort wollte ich den Zivildienst beginnen. So kam es, dass ein Bayer nach Rheinland-Pfalz kam. Der Grundstein war gelegt.

Ich hatte mich aber während der Zeit in Bad Ems in einer Stadt in Ostdeutschland zum Studium beworben, weshalb ich dann nach dem Zivildienst nach Sachsen ging und dort mein Studium begann und nach 4 Jahren mit dem Titel Dipl-Ing beendete. Da ich mich in Bad Ems in eine Frau verliebte und diese Beziehung aufrechterhalten wollte, war ich während dieser Zeit oft in Bad Em – eine richtige Fernbeziehung.

Nach dem Ende des Studiums zog ich zurück zu meiner Liebe nach Bad Ems. Und in der Gegend blieb ich, mit Zwischenstationen in Dausenau und Schönborn- bis ich 2010 wegen einer Trennung nach Limburg zog. In eine schöne Altbauwohnung mitten in der Altstadt.

Die Beziehung zu der Wohnung war Liebe auf den ersten Blick – ich musste Sie haben. Unbedingt.

Und so bekam ich sie dann auch!

Bis heute wohne ich dort. Jetzt aber muss ich mich verabschieden, von der Wohnung, der Stadt, den Menschen und der Umgebung. Dies möchte ich durch Fotos tun und ihre Bedeutung beschreiben.

 

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Fahrradtour um Limburg

Es ist wieder einmal Zeit eine Tour zu dokumentieren, die wirklich sehr schön aber anstrengend war. Es ging los an der schönen Lahn entlang Richtung Balduinstein. Das war ja richtig schön erholend oder neudeutsch chillig (laut Wikipedia: Chillen (engl.kühlenabkühlen; im amerikanischen Slang auch: sich beruhigensich entspannenrumhängenabhängen) ist ein aus dem englischen Sprachgebrauch übernommener Begriff.)

Also in Balduinstein beginnt die richtige Fahrradtour. Es geht gemächlich langsam ansteigend durch den Ort, die Steigung wird größer und größer und größer und …. Die Atmung geht schneller und schneller, keuch, keuch… Die Stärkste Steigung kommt nach der Schaumburg. Ich weiss gar nicht wer zu diesem Zeitpunkt eine Flasche Wasser über mir ausgekippt hat, so fühle ich mich nach diesem Anstieg.

Und weiter geht es durch den Wald auf Feldwegen Richtung Habenscheid und dann Richtung Bärbach. Vorbei an den Ruinen des Klosters rauf und runter nach Schönborn. In Schönborn entschließe ich weiter nach Klingelbach/Katzenelnbogen zu fahren. Die Landschaft hier im Einrich ist schon grandios schön und erinnert an England.

Über Katzenelnbogen geht es an einem Windrad vorbei zum Höchsten Punkt der Tour. Ist dieser erreicht geht es Kilometerlang nur bergab durch den Wald an der Burg Hohenfels vorbei nach Hahnstätten. Mit bis zu 60 km/h durch den Wald.

Von Hahnstätten schlängelt sich der Fahrradweg gemütlich an der Aar entlang Richtung Diez. Doch kurz vor Diez in Holzheim heißt es noch einmal, feste kurbeln und zwar die Holzheimer Straße nach Limburg zurück.

Das Wetter hat gehalten und eine halbe Stunde nach Ankunft in Limburg begann es heftig zu regnen. Glück gehabt und das Wetter genutzt.

Die ganze Tour gibt es auch auf GPSIES.